Die Galerie Gabriele Paqué präsentiert den Gemäldezyklus „Das Narrenschiff”

BONN. Stürmische See, ein mit verloren wirkenden Menschen hoffnungslos überfülltes Boot; darin das riesenhafte Profil eines Verzweifelten in Todesangst – Hoffnung auf ein Oberlebenvermittelt das Ölgemälde .Naufragio` Ude, bruchl des chilenischen Künstlers Alejandro DeCinti jedenfalls nicht. Es sind die A, einde, Defekte, Zweifel und Angste, die der Künstler in seinem Gemäldezyklus .Das Nar-renschiff’ auslotet. Die Arbeiten sind noch bis zum 1. September in der Galerie Gabriele Paqud in Bonn zu sehen. Inspiration für die barock anmutenden Bilderwelten des in Madrid lebenden Malers war die gleichnamige spätmit-telalterliche Moralsatire von Sebastian Brant, dem erfolgreichsten deutschsprachigen Buch vor der Reformation, das menschliches Fehlverhalten und Laster wie Habsucht oder Schwätzerei als Auswuchs när-rischer Unvernunft darstellt.
Für die in der Galerie .gezeigten groß- und mittelformaligen Exponate bedient sich DeCinti der altmeisterlichen Technik „Chiaroscuro° – einer in der Spätrenaissance und im Barock entwickelten HellDunkel-Malerei, die sich durch starke Kontraste auszeichnete und sowohl der Steigerung des Räumlichen als auch der des Ausdrucks clierit. Künstler wie Leonardo da Vinci, Caravaggio, Rembrandt, Rubens oder Velazquez gelten als Meister dieser Methode. Alejandro DeCinti betont: ‚Je verstehe mich als traditionellen, handwerklichen Maler, der basierend auf dem Studium der klassischen Literatur die menschlich bedeutungsvollen Fragen anschneidet, begleitet von einem großen Interesse an dem barocken Helldunkel.

Kaum Hoffnung auf Oberleben: Alejandro DeCinti variiert in seinem altmeisterlichen Gemälde „Schiffbruch” das berühmte Werk .,Das Narrenschiff. von Sebastian Brant.